| Profitänzerinnen legen großen Wert auf makellose Brustvergrößerung |
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Ludwig Lufticus war einer der anerkanntesten Tanzlehrer im deutschsprachigen Raum. Seine Tanzschule hatte bereits Größen des Tanzsports hervorgebracht, die sich auf den Internationalen Bühnen und Tanzflächen einen Namen machten und dort zahlreiche Titel gewannen. Gleichwohl Ludwig Lufticus in seiner aktiven Laufbahn als professioneller Tänzer nie wirklich über regionale Bekanntheit hinauskam, schien er nun seine Bestimmung als Tanzlehrer gefunden zu haben. Jedoch bereitete ihm eine Unterrichtseinheit bei den angehenden Profitänzerinnen im Tango immer wider Kopfzerbrechen. Und zwar ging es um einige der rasanten und zugleich anmutigen Drehungen, die im Tango überwiegend vom weiblichen Part getragen werden. Ludwig Lufticus hatte in seiner jahrelangen Erfahrung als Tanzlehrer an dieser Stelle immer wieder Probleme festgestellt. Nie konnte er einer Schülerin den Weg zur richtigen Drehung auf gleiche Weise vermitteln und selten erreichte er dabei in der gewünschte Zeit Ergebnisse, die ihn als Lehrer zufrieden stellten. Anfangs vermutete er, dass das von Natur aus unterschiedlich ausgeprägt Körpergefühl Ursache dafür sein könnte. Jedoch musste er sich später einräumen, dass es weit schwerere Teildisziplinen im Profitanz gab, die ebenfalls eine starke körperliche Betonung abverlangten und bei denen sich die Schülerinnen dann sonderbarerweise weit weniger ungeschickt anstellten. Damit war die These des unterschiedlich ausgebildeten Körpergefühls hinfällig. Doch dann erschloss sich Ludwig Lufticus das Problem. So stellte er fest, dass seine Schülerinnen mit stattlicher Oberweite immer zu einem zu schnellen Drehmoment neigten. Das Gegenteil traf bei ihren flachbrüstigen Mitschülerinnen auf. Dort waren die Drehungen im Gegenzug meist eher etwas zu lasch. Ludwig Lufticus zog einen Statiker hinzu und man fand gemeinsam heraus, dass das Brustgewicht erheblich zu den Drehmomenten beitrug. In stundenlangen Beobachtungen, die weder für den Herrn Statiker noch für Ludwig Lufticus zu irgendeiner Sekunde langweilig wurden, ermittelten sie die optimale Brustgröße, die das erwünschte Drehmoment begünstigte. Im Zuge dessen gab Ludwig Lufticus eine entsprechende Tabelle an seine Schülerinnen raus, die die Richtwerte offenbarte. Anhand dessen konnten die angehenden Tänzerinnen nachvollziehen, ob eine Brustvergrößerung Berlin oder einer Brustverkleinerung angezeigt war. Die Ehefrau von Ludwig Lufticus ließ sich sogleich eine entsprechende Brustverkleinerung angedeihen, um dem Ideal ihres Ehegatten (der ihr lieb und teuer war) zu entsprechen. Sonderbarerweise wollte er sich nicht so recht darüber freuen. Freuen wiederum konnte er sich über eine Ehre, die ihm noch im selben Jahr zu Teil wurde: Die Erfindung des LB-Index, des Lufticus Brust-Index, wurde ihm gegenüber anerkannt, womit Ludwig Lufticus seinen Traum verwirklichte und der Lehre der Tanzschule für immer seinen Stempel aufdrückte. |